Geld ist Erleuchtung

Der ZEN-Weg der Geldvermehrung [C.D. Grube]

Category: Sprichwörter

Geld regiert die Welt


Die Welt im Umbruch. Warum ist gerade so viel Unruhe im arabischen Raum? Oder ist die Unruhe nicht sogar weltweit?

Es gibt zwei Ursachen. Die eine heißt Geld. Die andere Ursache ist die Demographie. Länder mit hoher Zahl junger Männer werden laut der zutreffenden Analyse von Professor Gunnar Heinsohn Aufstände und Expansion Richtung Nachbarländer erleben.

Was ist mit dem Geld? Das Geld in unserer Welt ist Kreditgeld. Geld entsteht wenn Kredit aufgenommen wird. Geld wird aus dem Verkehr gezogen, indem Kredit abgelöst wird. Am Anfang sieht es so aus, als ob die Geldmenge unendlich wachsen könnte. Es wird einfach immer mehr Kredit aufgenommen, wenn mehr Geld benötigt wird.

Aber Kreditaufnehmen kostet Zins. Und Kreditaufnahme lässt die Kreditwürdigkeit tendenziell geringen werden. Geldgeber sagen: Der hat schon so viel Kredit, jetzt müssen wir mal vorsichtig sein. Es gibt Kreditnehmer, die sind zu groß um sie fallen zu lassen. Aber wir sehen dieser Tage, dass auch das seine Grenzen hat. Staaten wie Griechenland wird man fallen lassen müssen. Banken wie Hypo Real Estate hätte man gleich fallen lassen müssen, das hätte Milliarden gespart.

Die Kreditaufnahme ist an einer globalen Grenze. Das Geldsystem muss dringend verändert werden.

Diese prekäre Situation an der pekuniären Front schlägt sich in Unruhe nieder. Sie (plus der demographischen Situation der weiter stark steigenden Weltbevölkerung) schlägt sich in stark steigenden Preisen für Rohstoffe nieder. Wenn keiner mehr Erdöl und Weizen bezahlen kann, muss etwas geschehen. Wir sollten hoffen, dass starke politische Führer Lösungen finden. Leider sieht es derzeit eher nach schwachen Führungen aus.

Aber, aber: Krisen sind gesund. Sie erhöhen den Druck und es müssen Lösungen gefunden werden. Wenn die arabischen Jugendlichen Facebook und Google und Wikipedia nutzen können, sollten wir es auch tun. Intelligenz sollte Lösungen finden.

Einwand gegen Geld 2: Armut macht wach!

Wenn ich wenig Geld habe, achte ich genau darauf, wofür ich es ausgebe. Armut fördert die Wachheit.

Menschen in armen Regionen oder in städtischen Slums der Dritten Welt sind meist sehr wach. Wenn ich mir satte Reiche ansehe, sind die oft egomanisch, süchtig und protzend dumm.

Wenn ich auf den Pfennig achte und diesen ehre, habe ich eine bestimmte Sorgfalt und Selbst-Disziplin, die sehr bewusst ist.

Muss ich für diese Bewusstheit, Achtsamkeit unbedingt arm sein? Nein, natürlich nicht.

Der Reiche, der nach wie vor die kleine Summe ehrt und mit der gleichen Bewusstheit behandelt, wie wenn es das letzte Geld wäre, das er oder sie besitzt, wird reich bleiben und reicher werden. Der innere Reichtum wird durch den äußeren nicht beeinträchtigt.

Es ist gut mit den knappen Ressourcen eine Lektion gelernt zu haben. Die Ressourcen sind begrenzt, wir müssen sorgsam mit diesen umgehen. Dann aber ist es wichtig die erlernte Fähigkeit in besseren Umständen zu testen und zu erproben. Denn erst dann wird es eine wirkliche Herausforderung.

Wenn ich arm bin und feststelle, dass ich auf den Pfennig (Cent) achte: Gut, nimm diese Fähigkeit, diese Achtsamkeit, wahr und nimm sie auf, so dass du sie immer hast. Dann werde ich reich um herauszufinden, dass ich diese Achtsamkeit weiterhin haben kann. Ich lasse es mir nicht von Anlageberatern abschwatzen, ich investiere es nicht in Träumerein, ich verschleudere es nicht durch Völlerei und Verschwendung. Ich sorge mit dem Geld für eine bessere Welt, für Qualität und Bewusstheit.

Geld-Einwand 1: Nur Arme werden beschenkt

Das stimmt so natürlich nicht ganz. Reiche werden fortwährend durch Zinseinnahmen und Geschenke der Regierung beschenkt. Reiche beschenken sich selbst und kaufen sich schöne Immobilien. Ganze Gruppen von Reichen besuchen sich gegenseitig weltweit und leben fast geldfrei.

Die Bedeutung der Gaben ist eine andere. Wenn du arm bist und bekommst überraschend eine Summe Geld geschenkt, bedeutet das: Überleben oder Startgeld, Rettung. Wenn du als Reicher Geld bekommst, ist es nur eine Summe von vielen und nicht der Rede wert. Geld hat man und spricht nicht drüber.

Mein Ansatz mit den Einwänden soll aber sein: Wie kann ich das, was mir die Armut gibt, auch als Reicher haben? Es geht hier um das Gefühl etwas überraschend zu bekommen, was einem wirklich hilft, und einem anderen Menschen Gelegenheit gegeben zu haben über sich und das Festhalten am Geld hinausgegangen zu sein.

Nun ja, wenn ich morgens vor meine Villa trete und auf der Veranda die aufgehende Sonne betrachte und hinten in der Bucht schaukelt das Boot und die Hausangestellte macht bereits das Frühstück, kann ich mich auch sehr beschenkt fühlen. Wie so einige in ihren Biographien schreiben: Man sollte nie vergessen, wo man herkommt.

Geben ist seliger als Nehmen! Haben ist seliger als auf Geschenke zu warten (auch wenn diese ein Wunder und wunderbar sind)!

Oder auch: Es ist alles eins und alles gut. Sei einfach das, was und wie und wo du gerade bist! Wenn du Geld hat, gib! Wenn du keines hast, mach dich offen für Geschenke, Finanzierungen, Einnahmen! Es gibt kein besser oder schlechter. Bewertungen führen nicht zur Bewusstheit.

Einwände gegen Geld

Einwände gibt es einige. Wir kennen ja: “Geld verdirbt den Charakter”. Das haben wir in einem früheren Blog-Eintrag entkräftet. Aber es gibt einige gewichtige mehr. Wir sammeln erst einmal und entkräften in den kommenden Tagen und Postings.

Meine Haupteinwände sind:

- Wenn ich arm bin, kommen Menschen und beschenken mich, helfen mir überraschend aus. Das würde ich bei Reichtum vermissen.
- Wenn ich auf den Cent achten muss, bin ich sehr viel achtsamer und wacher mit Geld. Achtsamkeit (Awareness) ist mir sehr wichtig.
- Ich habe ein Armuts-Gelübde in einem früheren Leben abgelegt, das noch gültig ist.
- Wenn ich reich bin, komme ich gern vom Weg ab. Ich verfeiere dann dummerweise mein Lebensziel.
- Die Ökonomie geht eh den Bach runter. Warum soll ich jetzt etwas anhäufen, was in wenigen Jahren nichts mehr wert ist?
- Life is short. Warum es mit Geldmachen verschwenden?
- Mein Herz ist eher mit den Armen.
- Wenn ich Geld habe, werde ich beklaut, erpresst, betrogen. Man versucht mir etwas zu “verkaufen”, “Spenden” von mir zu holen.
- Geld ist Macht. Um Macht zu haben, muss man bereit sein über Leichen zu gehen. Ich will ein reines Gewissen behalten.
- Geld ist erstes Chakra, Sex. Nur promiskuitive, polygame Don Juans werden reich. Ich bin lieber treu, innig und gezähmt. (Puh, thats a heavy one for me.)

Ich schreibe gerade eine Neuauflage des “Zen der ersten Million” unter dem Arbeitstitel “Geld Erleuchtung”. Der erste Teil wird eine verknappte Version des “Zen” sien. Dann kommt “Tao”, worin ich alle diese Einwände genau erlebe und jeden auflöse. Letztendlich “Tantra”, der Weg zum finanziellen Überfluss mit bestem Gewissen und edler Haltung, meinem Leitfaden “Wealth Waay” folgend..

Geld offenbart den Charakter!

Geld und Charakter
Das  (begrenzende) Sprichwort: “Geld verdirbt den Charakter”

Was passiert mit dem verdorbenen Charakter? Er wird geldgierig, unersättlich, geizig. Wäre er das nicht, wenn Geld unerreichbar wäre? Nein, der Charakter ist derselbe. Er ist nur noch nicht auf diese Herausforderung gestoßen. Es fehlte die Gelegenheit die Verdorbenheit lebendig werden zu lassen.

Geld macht also klar, wie der Charakter ist. Wird der reich werdende Mensch unersättlich, hat er keinen guten Charakter. Dann ist Geld also gut als Lehrmeister, denn nun kann ich merken, dass ich verdorben bin. So kann ich mich ändern und bessern und an mir arbeiten.

Wenn ich feststelle, dass ich Geld bekomme und reich werde und immer noch derselbe bin, hat Geld meinen Charakter nicht verdorben. Ich habe eine Prüfung bestanden. Vielleicht bin ich aber auch nur ein störrischer Esel und unfähig meine erweiterten Möglichkeiten zu nutzen.

In allen Fällen aber war Geld hilfreich. Der Charakter hat etwas über sich gelernt. Voraussetzung: Sich selbst unvoreingenommen beobachten, bewusst werden und optimieren (lernen eben).

Es gibt Profisportler, die plötzlich sehr viel Geld in der Tasche haben und lieber die Nächte durch feiern und nicht mehr die Leistung in ihrem Metier bringen. Und es gibt Profisportler, die Millionen verdienen, und weiterhin Höchstleistung bringen, weil sie den Sport einfach lieben und ihre Fähigkeiten und Talente nun noch besser entwickeln können.

Geld verdirbt nicht den Charakter. Geld zeigt ihm etwas von sich und lässt ihm die Freiheit, der zu bleiben, der man ist oder sich zu verändern. Veränderung kann in in Richtung Perfektion oder Liederlichkeit gehen.

Es kann auch sein, dass derjenige, der reich wird, sich im Übermut des Neureich-Seins verliert und die eigenen Regeln verletzt, dann Einsicht hat und reumütig wird. Derjenige ist meines Erachtens der Mann, der am meisten vom Geld hatte. Geld verdirbt dann nicht den Charakter, sondern es hat ihn geprüft und geläutert.

Geld ist ein großer Meister. Geld offenbart den Charakter. Es kann nur verderben, was bereits faulte. Es verhilft dann zur Offenlegung und Heilung.

Geld offenbart den Charakter.