Wenn man die Chancen richtig berechnet, kann man damit Geld machen. Man sollte nur nicht durch die rosa Brille des Nationalstolzes die eigene Mannschaft verklären und so Geld verlieren.
So ist es auch im Leben: Realistisch Chancen berechnen und entsprechende Einsätze wagen. Unsere Zahler sind diejenigen, die ihre Chancen überschätzen. Schade, dass ich gerade nicht in der Schweiz bin. Mit den Schweizern werden einige Wetten zu gewinnen sein. Denn die Nati wird nicht weit kommen.
Von der deutschen Elf ist aber auch nicht zu viel zu halten. In seinem erwartungsgemäß klugen Kommentar traut Felix Magath (für einen HSVer auf ewig der Mann, der für den größten Triumph der Geschichte sorgte) der deutschen Elf das Halbfinale zu.
(Magath im Abendblatt)
Das muss er natürlich schreiben um nicht als Schmäher des Mutterlands bezeichnet zu werden. Die Deutschen werden evtl. drei Mal hintereinander mit Afrikanern kämpfen und das dritte Mal werden sie dann müde sein. Erst Ghana, dann Algerien und schließlich Nigeria und Schluss.
Magath tippt besonders auf England und Brasilien. Der Grund sind für ihn die Trainer, die eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive spielen lassen. Für den potenziell besten Spieler des Turniers hält er Wayne Rooney, den ich selbst auch für den besten Spieler der Welt derzeit halte. Kein Zauberer und Aufschneider, sondern ein ehrlicher einsatzfreudiger Kämpfer.
England ist aber immer ein wenig glücklos bei den Weltmeisterschaften und es fehlt ihnen natürlich ein anständiger Torwart. Brasilien fehlt ein wenig ein kreativer Spieler neben Kaka, wie es bei der (vor)letzten WM noch Ronaldinho war.
Favorit ist natürlich Europa-Meister Spanien, die einfach auch mal dran sind bei einer WM Punkte zu holen. Da sind einige überragende Spieler, ein eingespieltes Team. Im Viertelfinale ist Italien der nicht einfache wahrscheinlichste Gegner, allerdings etwas alt. Im Halbfinale kann man Argentinien wohl ausschalten.
Und, Finale? Ich tippe auf die Niederlande. Als HSVer muss ich das auch. Da sind einige überragende EX-HSVer: Nigel de Jong, Raphael van der Vaart. Da sind aktuelle HSVer: Matthijsen und Elia. Und künftige HSVer: Afellay.
Und: Es ist sozusagen Heimspiel. Denn ein großer Teil der Südafrikaner spricht eine Variante des Holländischen. (Und last not least las ich, dass man die Ehefrauen aus Sicherheitsgründen zu hause ließ. Asketen gewinnen. Zumindest, wenn es vorübergehend im Sinne einer großen Sache ist.)
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